Das Karriereportal experteer.de, am Markt seit 2005, besticht durch die klare Ansprache zweier Zielgruppen: Erfahrene Arbeitnehmer und Führungskräfte auf der einen und Unternehmen sowie deren beauftragte Headhunter auf der anderen Seite. Dabei lässt das System Stellenausschreibungen mit einem Gehaltsrahmen unter 60.000 Euro grundsätzlich nicht zu. Die Anzeigen werden einzeln durch Mitarbeiter des Unternehmens geprüft. Durch die Option der vollkommen anonymen Profileinstellung behält der Kandidat ein im Wettbewerb überdurchschnittliches Maß an Kontrolle über die Transparenz seiner persönlichen Daten. Hierbei punktet Experteer mit einem cleveren Detail, das viele Konkurrenzangebote vernachlässigen: Die Suchfunktion schlägt auf anonymisierte Profile dennoch an. So wird die Anonymität nicht zum Bremsklotz. Mit der systeminternen Trennung zwischen geprüften Personalberatern und Unternehmen tritt experteer.de im Vergleich zu Konkurrenzangeboten deutlich übersichtlicher auf. Dabei finanziert sich Experteer sowohl über Bewerber als auch über Headhunter und Unternehmen. Die Premium-Mitgliedschaft ist für alle Beteiligten kostenpflichtig, für Kandidaten mit knapp 10 Euro monatlicher Gebühr bei einjähriger Laufzeit allerdings erschwinglich. Nationale sowie internationale Rankings geben im Falle Experteer leider keinen aussagekräftigen Qualitätshinweis. Durch die selbst gewählte Selektion im Angebot sowie die Kostenpflichtigkeit wird ein Rankingplatz in den oberen fünf Rängen praktisch unmöglich. Dort finden sich stattdessen Giganten unter den Datenbanken, deren aktiver Mitgliederbestand durch ein enormes Aufkommen an Karteileichen teils unklar bleibt. Somit ist das Portal in Ranglisten grundsätzlich im Mittelfeld zu finden.